Spezialnachweis erforderlich? – So funktionieren Brand- und Rauchausbreitungssimulationen im Brandschutz

Wir lassen es brennen, damit es nicht wirklich brennt! Ob als Realversuch oder am Computer – Manchmal braucht man Simulationen als Spezialnachweis für die Wirksamkeit von Entrauchungsmaßnahmen. Durch diese konnten wir bei ADSUM bereits vielfach Kunden helfen, ihre Projekte zu verwirklichen oder gar Geld zu sparen. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, eine baulich passende, rechtskonforme und möglichst kostengünstige Lösung für unsere Kunden zu finden und dabei keine Mühen zu scheuen.

Warum man Simulationen braucht

In Normen und Richtlinien ist vieles detailliert geregelt. Doch Architektur entwickelt sich weiter und stellt damit auch den Brandschutz vor neue Herausforderungen. Dann sind die entscheidenden Fragen: Gibt es überhaupt relevante Normen und lassen sich diese so in die Praxis umsetzen? Außerdem können abweichende Lösungen gewünscht sein – aus Design- oder Kostengründen.

Eine Simulation ist notwendig, …

  • … wenn konventionelle Maßnahmen aufgrund von Architektur, Größe und Bauweise nicht umsetzbar sind.
  • … wenn von Normen zum Zwecke der Vereinfachung und Kostenreduktion abgewichen wird.

Bei Bauprojekten gibt es somit zwei Gründe, warum man eine Simulation durchführen muss:

Es kann einerseits passieren, dass brandschutztechnische Planungen nicht durch Normen bzw. Richtlinien geregelt sind. Andererseits ist es möglich, dass das Brandschutzkonzept von vorhandenen Regelungen abweicht. In diesen beiden Fällen kann die Erreichung der Schutzziele mittels Brandsimulation nachgewiesen werden.

Spezialnachweis erforderlich?   – So funktionieren Brand- und Rauchausbreitungssimulationen im Brandschutz

Beispiel einer Simulation

Wie eine Simulation funktioniert

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Erreichung der Schutzziele zu belegen: Zur Auswahl stehen etwa Naturbrandversuche, Berechnungsverfahren oder Simulationsverfahren.

Bei Simulationsverfahren wird am Computer mittels eines speziellen Programms der entsprechende Gebäudeteil nachgebildet und modelliert. Im Anschluss wird dann der Ablauf eines Brandes durchgerechnet und z.B. die Verrauchungssituation untersucht. Im Vergleich hierzu wird bei Naturbrandversuchen vor Ort ein Feuer entzündet, um dessen Ausbreitung sowie jene des Rauchs zu untersuchen. Aufgrund des geringeren Aufwands greift man daher öfter auf das Simulationsverfahren zurück. ADSUM verfügt über Erfahrung sowie Know-How im Durchführen solcher Simulationen, sodass wir auch oft zur Unterstützung hierbei herangezogen werden.

Mehrwert durch Simulation

Durch Simulationen konnten wir unseren Kunden schon oft helfen, sichere Lösungen zu entwickeln und dabei auch noch Geld zu sparen. Sind normativ geregelte Ausführungen wesentlich aufwendiger und somit teurer, setzen wir bei ADSUM uns das Ziel, eine sichere aber zugleich wirtschaftlichere Lösung zu finden. Neben der Vereinfachung hilft eine Simulation aber auch, Konzepte für ungeregelte Probleme genehmigungsfähig zu machen und somit verwirklichen zu können.

Spezialnachweis erforderlich?   – So funktionieren Brand- und Rauchausbreitungssimulationen im Brandschutz

Julia Witt und Daniela Avramoski beim Besprechen einer Simulation.

Hier zwei Beispiele:

Beim Austria Campus, den ADSUM zum Großteil betreut hat, mussten wir von der Norm für Entrauchung abweichen, weshalb ein Nachweis über die Wirksamkeit der vorgesehenen Maßnahmen notwendig war. So konnten wir unserem Kunden helfen, technische Schwierigkeiten zu vermeiden und viel Geld bei der Rauchabschnittsbildung zu sparen sowie zugleich ein einfaches und sicheres Konzept entwickeln.

Auch beim Schulzentrum Gloggnitz waren Simulationen erforderlich. Nur durch die Erbringung eines Spezialnachweises konnte die geplante offene Bauweise realisiert werden. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn das Bauprojekt wurde österreichweit zu einem der sechs spannendsten im Jahr 2021 gekürt. Auch auf europäischer Ebene blieb das Schulzentrum nicht unbemerkt: Es ist im Rennen um den Mies-van-der-Rohe-Award 2022, den EU-Architekturpreis.